Für wen eignet sich die Tagespflege

Es gibt ganz unterschiedliche Menschen für die der Besuch unserer Tagespflegeeinrichtungen Am Schloss und Auf dem Korb geeignet ist. Wir haben Ihnen hier einige typische Beispiele aus dem Alltag beschrieben.
Sollten Sie unsicher sein, ob der Besuch der Tagespflege für Sie oder Ihren Angehörigen das richtige ist, sprechen Sie uns an. Gerne können Sie einen Schnuppertag mit uns vereinbaren.

Beispiel 1

Herr Lüdenscheid (Name verändert) ist 75 Jahre alt und hat schon lange festgestellt, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Zunächst fielen ihm die Namen seiner Enkelkinder nicht mehr ein und über einen lange angekündigten Besuch seiner Kinder zeigte er sich erstaunt. Wenn seine Frau ihm das Essen hinstellte, wusste er manchmal nicht mehr, was er mit Messer und Gabel machen sollte und bediente sich seiner Finger. Herr Lüdenscheid leidet an Alzheimer im fortgeschrittenen Stadium. Die Belastung für seine Frau nahm innerhalb von mehreren Monaten derart zu, dass sie sich nur noch ans Haus gefesselt fühlte, Kontakte zu Freunden und Verwandten brachen fast völlig ab. Eine notwendige und lange verschobene Gallenoperation von Frau Lüdenscheid führte dazu, dass ihre Kinder für ihren Mann einen Platz in unserer Tagespflegeeinrichtung gesucht haben.

Beispiel 2

Frau Müller (Name verändert) hat ihr Leben lang als Büglerin in einer Heißmangel gearbeitet. Die Arbeit war schwer, hat ihr aber auch Spaß gemacht, da sie viel Kontakt zu den Kunden hatte. Nachdem ihr Mann mit 76 Jahren verstarb, wurde es um sie ruhiger. Eine beginnende Inkontinenz und ein sich verschlimmernder Diabetes führten zum Kontakt mit unserer ambulanten Pflege, die zweimal täglich zur ihr nach Hause kommen. Die zunehmende Isolation führte zu massiven depressiven Verstimmungen. Das Leben hatte für sie so keinen Sinn mehr. Nach einem Selbstmordversuch ebnet ihr die Mitarbeiterin des ambulanten Diestes in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus-Sozialdienstes den Weg in unsere Tagespflege. Hier stürzt sie sich gleichsam mit Freude auf das Bügeln der täglichen Wäsche der Einrichtung, freut sich über die mannigfaltige Kommunikation mit ihren „Kunden” und erblüht zu neuem Leben.

Beispiel 3

Frau Maier (Name verändert) 42 Jahre, zieht aufgrund von beruflichen Verpflichtungen in eine andere Stadt. Bis dahin kümmerte sie sich fast täglich um ihre pflegebedürftige 81-jährige Mutter, für die ein Einzug in ein Heim eine einschneidende Veränderung bedeuten würde. Eine Nachbarin hat sich bereit erklärt, bei der Mutter ab und zu nach dem Rechten zu schauen, merkt aber schnell, dass sie mit der Pflege und Betreuung der älteren Dame überfordert ist. Die Mitarbeiterinnen des ambulanten Dienstes, die morgens und abends zur Grundpflege kommen, informieren die Tochter über die Entlastungsmöglichkeiten einer Tagespflege. Frau Maier fühlt sich dort als Angehörige mit ihren Problemen und Belangen angenommen und schafft es sogar, regelmäßig an den Angehörigenabenden teilzunehmen. Sie hat nun ein gutes Gefühl, weil sie ihre Mutter tagsüber an einem geeigneten Ort weiß.