Häufige Fragen

In unserer täglichen Arbeit und besonders bei Neuaufnahmen merken wir immer wieder, dass ein großer Informationsbedarf bei unseren Pflegekunden und deren Angehörigen besteht. Hier versuchen wir eine Sammlung der häufigsten Fragen zu beantworten. Diese Rubrik wird ständig erweitert – es lohnt sich also öfter mal reinzuschauen.

1. Ich oder mein Angehöriger haben noch keinen Pflegegrad, brauchen aber Hilfe, was kann ich tun?
Am besten Sie vereinbaren einen unverbindlichen Beratungsbesuch mit uns, da die Pflegefachkraft vor Ort einen Eindruck gewinnen kann, ob die Indikation für eine Pflegeeinstufung vorliegt. Eine erfahrene Kraft kann mit großer Wahrscheinlichkeit den Pflegegrad prognostizieren und die Pflegeeinsätze darauf abstimmen, so dass die Wahrscheinlichkeit einer Privatzahlung recht gering ist. Den entsprechenden Pflegeantrag können wir (wenn Sie dies wünschen) für Sie ausfüllen und wegschicken. Weiterhin kann zumeist noch am selben Tag (außer am Wochenende) abgeklärt werden, ob nicht andere Arten der Kostendeckung über SGB V oder das Sozialamt in Frage kommen. Wenn tatsächlicher Pflegebedarf besteht, so kann in der Regel noch am selben Tag die Pflege aufgenommen werden.

2. Wie lange dauert es von der Antragstellung bis zur Einstufung?
Das ist von Pflegekasse zu Pflegekasse verschieden. Grundsätzlich sollte man schon einige Wochen Geduld haben. Zur Zeit dauert es ca. 4 bis 6 Wochen bis der MDK (Medizinischer Dienst) die Begutachtung durchführt. Der MDK Nordrhein ist eine kassenübergreifende Einrichtung die von den Primärkassen (AOK, BKKen usw.) und den Ersatzkassen (Barmer, Techniker, DAK usw.) beauftragt wird. Bei der Bundesknappschaft und privaten Krankenkassen geschieht dies durch andere Institutionen, die aber im Prinzip die gleiche Funktion erfüllen. Nach der Begutachtung kann es noch ca. 4  bis 8 Wochen dauern bis Sie die Einstufung mit der Post zugestellt bekommen. Die Dauer ist abhängig von vielen nicht beeinflussbaren Faktoren (Urlaubszeit, krankheitsbedingter Ausfall von Schreibkräften usw.), so dass es in Einzelfällen auch schon einmal 3 oder 4 Monate bis zur Einstufung dauern kann.

3. Muss ich in der Zwischenzeit die Einsätze bezahlen?
Nein, wir gehen in Vorleistung und rechnen nach der Genehmigung (die rückwirkend zum Termin der Antragstellung erfolgt) direkt mit der Pflegekasse ab. Privatversicherte erhalten die Rechnungen nach der Genehmigung und müssen sie bei Ihrer Kasse einreichen. Auch hier muss der Rechnungsausgleich erst nach Zahlung durch die Kasse erfolgen.

4. Muss ich mit einer Zuzahlung rechnen?
Auch wenn die soziale Pflegeversicherung eine enorme Verbesserung zu früher darstellt, deckt sie nicht immer alle Kosten für den Versicherten ab. Wir beraten Sie gerne dahingehend, welche Leistungen Sie mit Ihrem Pflegegrad finanzieren können, ohne eine Zuzahlung leisten zu müssen.

5. Was ist wenn der Pflegeantrag abgelehnt wird?
Sollte Ihrem Antrag nicht stattgegeben werden, bzw. eine in unseren Augen zu niedrige Pflegeeinstufung erfolgen, so unterstützen wir Sie gerne dabei, die vorhandenen Rechtsmittel auszuschöpfen. Wir haben allerdings in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit den Einstufungen des MDK gemacht, die fast alle der Einschätzung des Pflegepersonals folgten. Bei der Begutachtung ist im übrigen immer eine Pflegefachkraft von uns zugegen. Wir wollen allerdings nicht unerwähnt lassen, dass im Falle einer entgültigen Ablehnung die bisher entstandenen Kosten an den Patienten privat berechnet werden müssen.

6. Ich bin privatversichert – habe ich dadurch Privilegien?
Wie alle unsere Pflegekunden haben Sie Anspruch auf die bestmögliche Versorgung. Eine besondere Bevorzugung erhalten Sie allerdings nicht. Wir denken, dass unsere Leistungen Sie auch so überzeugen werden. Übrigens: Alle Einsatzkosten sind für Kassen- und Privatpatienten gleich.

7. Brauchen Sie einen Haustürschlüssel von mir?
Wenn Sie alleinstehend sind und die Türe nicht selbstständig öffnen können, ist dies leider unumgänglich. Aber auch wenn Sie mobil sind kann es im Notfall wichtig sein, dass die Pflegefachkraft die Wohnung öffnen kann, auch wenn der Pflegekunde beispielsweise gestürzt ist. Die Notwendigkeit eines Schlüssels muss aber individuell geklärt werden.

8. Ist der Haustürschlüssel bei Lebensbaum auch sicher?
Wir wissen, dass viele unserer Neukunden bedenken haben, Haustürschlüssel an quasi fremde Leute abzugeben. Wir nehmen dieses Thema sehr ernst und haben alle erdenklichen Maßnahmen ergriffen, um die höchstmögliche Sicherheit zu gewährleisten. Die Schlüssel werden in unserem Beratungszentrum in einem abschließbarem Schrank verwahrt und sind grundsätzlich nur mit Nummern und nicht mit Namen gekennzeichnet – so können sie von Unbefugten nicht mit einem Namen oder einer Adresse in Verbindung gebracht werden. Weiterhin sind wir natürlich gegen Schlüsselverlust versichert, so dass im Falle des Verlusts Ihre Schließanlage auf unsere Kosten ausgetauscht würde.

9. Ich beziehe Pflegegeld und muss nun einen Beratungsseinsatz nachweisen – was muss ich tun?
Beratungsseinsätze nach § 37, SGB XI kann jeder zugelassene Pflegedienst durchführen. Sie dienen der Qualitätssicherung und der Beratung von pflegenden Angehörigen. Bei Pflegestufe 1 und 2 muss dies alle sechs Monate, bei Pflegestufe 3 alle drei Monate unaufgefordert der Krankenkasse nachgewiesen werden, sonst droht Leistungskürzung oder sogar – Streichung. Rufen Sie uns an und vereinbaren Sie einen Termin. Dieser Einsatz kann vom Pflegedienst direkt mit der Pflegekasse abgerechnet werden (Ausnahme Privatversicherte). Die Einsatzkosten von €16 bei Stufe 1 und 2 und €19,94 bei Stufe 3 werden nicht vom Pflegegeld abgezogen, sondern zusätzlich bezahlt. Wenn Sie es wünschen, nehmen wir Sie in unsere Datenbank auf, so dass Sie automatisch rechtzeitig an den nächsten Termin erinnert werden.

10. Was ist, wenn ich mehr Leistungen in Anspruch nehme als der Pflegegrad abdeckt?
Sollten unsere Leistungen die Kosten Ihres Pflegesatzes überschreiten, so müssen diese Kosten privat bezahlt werden. Ob Sie zuzahlen müssen oder nicht, erfahren Sie bei uns aber bevor wir die Leistung erbringen, keine bösen Überraschungen – versprochen!

11. Was ist, wenn ich weniger Leistungen in Anspruch nehme als der Pflegegrad abdeckt?
Man kann mit der Pflegekasse eine so genannte Kombinationsleistung vereinbaren, so dass das nicht verbrauchte Pflegegeld anteilig ausgezahlt wird. Auf diese Weise kann man professionelle Hilfe in Anspruch nehmen (durch uns) und unter Umständen seine private Reinigungskraft bezahlen.

12. Meine Tochter (Sohn, Nachbarin etc.), die mich betreut geht in Urlaub – was kann ich tun?
Stellen Sie einen Antrag auf Verhinderungspflege, oder noch einfacher - lassen Sie uns es machen. Für den Ersatz von Pflegepersonen (wegen Urlaub, Krankheit etc.) stehen jedem Pflegebedürftigen Mittel bis zu € 1.432 (Sachleistung) im Jahr auf Antrag zur Verfügung. Damit lassen sich die Kosten für einen Pflegedienst oder aber teilweise die Kosten für eine stationäre Unterbringung (Kurzzeitpflege) decken.

13. Kann ich jederzeit ihre Dienste abbestellen, oder gibt es Kündigungsfristen?
Sie können bei uns jederzeit, von jetzt auf gleich die Pflege abbestellen, weil wir nichts von Kündigungsfristen halten. Wer sollte denn jemanden dazu zwingen können, Leute in das Haus zu lassen, die man gar nicht reinlassen will? Kündigungsfristen gibt es bei uns deshalb nur einseitig. Das heißt, sollten wir die Pflege nicht fortführen können oder wollen (warum auch immer) werden wir es Ihnen schriftlich mitteilen und Ihnen einen Monat Zeit geben, einen neuen Pflegedienst zu suchen. Allerdings ist dies in der gesamten Firmengeschichte noch nie vorgekommen.

14. Wie sieht es mit einem Pflegevertrag aus?
Alle Pflegekunden erhalten von uns einen Pflegevertrag mit detaiertem Kostenplan, aus dem die vereinbarten Leistungen und die Preise hervorgehen.

15. Ich möchte am liebsten nur weibliches Pflegepersonal – geht das?
Im Bereich der Körperpflege respektieren wir den Wunsch nach einer gleichgeschlechtlichen Pflegekraft. Bei einfachen Behandlungspflegen (Medikamentengabe, Insulininjektionen, Verbandswechsel außerhalb des Intimbereichs etc.) halten wir dies jedoch für nicht unbedingt notwendig.

16. Ich komme mit einer Pflegekraft einfach nicht aus, was soll ich tun?
Auch das kann passieren. Ohne dass eine Pflegekraft etwas falsch macht, kann man sie/ihn einfach nicht leiden. Wenn dies der Fall ist, sollte man einfach anrufen. Wir wissen, dass bei einer so persönlichen Angelegenheit wie Pflege die Chemie eine große Rolle spielt und werden versuchen, darauf Rücksicht zu nehmen.

17. Ich brauche Pflegehilfsmittel (Krankenbett, Badewannenlifter usw.) – können Sie mir helfen?
Wir besorgen Ihnen alle genehmigungsfähigen Hilfsmittel in kürzester Zeit. Wir bestellen die Rezepte beim Hausarzt und schauen, welches Sanitätshaus liefern kann. In Notfällen haben wir auch immer Hilfsmittel (Inkontinenzartikel, Rollator etc.) in unserem Bestand, so dass von unserer Seite selten Engpässe entstehen können. Für unsere Patienten besorgen wir selbstverständlich auch alle Medikamente aus der Apotheke - im Notfall auch Sonn - und Feiertags.

18. Ich brauche Essen auf Rädern – können sie mir da helfen?
Ja, wir haben einen eigenen Menü - Dienst, der eine große Auswahlmöglichkeit bietet. Gerne bekommen Sie von uns ein kostenlosen Probemenü. Sollten Sie, was wir noch nicht erlebt haben, mit unserer Auswahl nicht zufrieden sein, liefern wir Ihnen gerne auch das Essen von Metzgereien und anderen in Ihrer Umgebung.

19. Eigentlich brauche ich nur eine Hauswirtschaftkraft – können Sie das machen?
Ja, das geht. Wir sind ein ambulanter Pflegedienst und wollen unsere Pflegekunden rundum versorgen. Als Einzelleistung erbringen wir die hauswirtschaftliche Versorgung natürlich auch. Neben der hauswirtschaftlichen Versorgung im Rahmen der Pflegeversicherung gibt es auch noch die sogenannte "Familienpflege", die Familien bei Ausfall der Mutter (z. b. vor oder nach Entbindungen) beantragen können. Diese Leistung kann selbstverständlich auch in Anspruch ge.nommen werden.

20. Ich pflege meinen Angehörigen selbst – können Sie mich anleiten (Injektionen, etc.)?
Gerne. Im Rahmen unseres Sondervertrages mit den Krankenkassen können wir Ihnen eine individuelle Schulung anbieten. Rufen Sie an und vereinbaren Sie einen Termin.

21. Ich brauche schnell Hilfe – wie lange dauert es, bis Sie kommen können?
Es ist zwar besser, wenn wir 24 Stunden zum Einplanen Zeit haben, aber wenn es mal schnell gehen muss, können wir innerhalb einer Stunde bei Ihnen sein (aber wirklich nur im Notfall). Sollte unser Büro nicht besetzt sein, rufen Sie einfach unseren Pflegenotruf an. Die Telefonnummer wird auf Band angesagt. Wir haben 24 Stunden am Tag eine Pflegefachkraft in Rufbereitschaft, so dass Sie immer einen Ansprechpartner haben, wenn Sie ihn brauchen.

22. Ich will, dass nur die Schwester / der Pfleger XY zu mir kommt – geht das?
Nein, leider nicht. Bei uns arbeiten sehr viele Pflegekräfte, die mal frei haben, in Urlaub gehen, selten krank werden und deshalb nicht immer eingesetzt werden können. Wenn Sie aber jemanden besonders mögen, freuen wir uns und versuchen sie/ihn so oft es geht bei Ihnen einzusetzen.

23. Ich lege großen Wert auf Pünktlichkeit – können Sie das garantieren?
Wir glauben, dass ein Pflegedienst unmöglich auf die Minute pünktlich sein kann, wenn er auf die Bedürfnisse seiner Pflegekunden eingeht. Ein Pflegeeinsatz lässt sich nur bedingt planen. Manchmal geht es einem Pflegekunden nicht gut und die Pflegefachkraft muss sich länger um ihn kümmern. Wir haben den Anspruch, jedem Pflegekunden die Zeit zuzusprechen, die er braucht (im Rahmen des wirtschaftlich Machbaren). Wir wollen nicht, dass die Pflegefachkräfte von einem zu nächsten Einsatz hetzen und dadurch Unruhe und Stress ins Haus bringen. Wir bitten uns deshalb grundsätzlich ein Spielraum +/- 15 Minuten aus. Sollte trotzdem mal etwas dazwischen kommen (Verkehrsunfall, Notfall, etc.) werden unsere Pflegekunden davon telefonisch in Kenntnis gesetzt.

24. Was ist wenn ich / mein Angehöriger nachts Hilfe benötigt?
Sollte es sich um einen pflegerischen Notfall handeln, rufen Sie einfach unseren Pflegenotruf an. Bei medizinischen Notfällen (Herzinfarkt, Atemnot etc.) sollten Sie allerdings lieber sofort den Notarzt verständigen. Wenn Sie sich unsicher sind, rufen Sie uns an und wir veranlassen alle notwendigen Maßnahmen.

25. Sind Sie überhaupt bei allen Krankenkassen und Pflegekassen zugelassen?
Ja, zumindest bei allen deutschen Krankenkassen.

26. Ich habe Sorge, dass mir Kosten entstehen, von denen ich nichts weiß, kann das passieren?
Bei uns zumindest nicht. Wir garantieren Ihnen, dass keine Kosten auf Sie zukommen, über die Sie nicht im Vorfeld aufgeklärt worden sind.

27. Ich habe eine Frage die hier nicht aufgeführt ist – was nun?
Kein Problem , klicken Sie hier um uns ein E-Mail mit Ihrer Frage zu senden. Wir werden versuchen, Sie umgehend zu beantworten. Alternativ können Sie auch im Menüpunkt "Team" sich den jeweiligen Ansprechpartner direkt wählen und telefonisch erreichen.