Kostenübernahme

Wer übernimmt die Kosten?

Krankenkassen

Durch die Pflege wird ein Krankenhausaufenthalt vermieden oder abgekürzt. Hier werden Leistungen wie Körperpflege, Mobilisation, Medikamentenverabreichung, etc. und hauswirtschaftliche Versorgung für einen begrenzten Zeitraum bezahlt. Zur Sicherung der ärztlichen Behandlung verordnet der Hausarzt bestimmte Leistungen, wie Spritzen oder Verbände. Für beides benötigen Sie eine ärztliche Verordnung und die Genehmigung der Verordnung durch die Krankenkasse.

Die Übernahme der Kosten erfolgt erst dann, wenn die Genehmigung der Krankenkasse vorliegt. Wir rechnen direkt mit der Krankenkasse ab.

Zum 01.01.2004 ist die Gesundheitsreform in Kraft getreten. Gemäß der nun geltenden Regelung besteht eine Zuzahlung für Behandlungspflege in Höhe von 10 Prozent der Kosten je Leistung, zuzüglich 10,- Euro je Verordnung. Dies gilt nur für die ersten 28 Kalendertage pro Jahr. Grundsätzlich ist zu beachten, dass gesetzlich Versicherte nicht mehr als 2 Prozent vom Bruttojahreseinkommen für diese und andere Eigenbeteiligungen (ärztliche Behandlungen, Hilfs- und Heilmittel, Krankenhausaufenthalte usw.) ausgeben müssen. Ausführliche Informationen hierzu erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse.

Pflegekassen

Sie haben einen Antrag auf Pflegegeld bei Ihrer Krankenkasse Pflegekasse gestellt, der Medizinische Dienst hat die Pflegebedürftigkeit festgestellt und Sie einer Pflegestufe zugeordnet. Die Kosten werden rückwirkend vom Tag der Antragstellung bezahlt. Sie haben nun Anspruch auf Geldleistung, Sachleistung sowie Kombinationsleistung. Die Kombinationsleistung bietet die Möglichkeit, einen Teil der Pflege selbst zu übernehmen und zusätzlich einen Pflegedienst zu beauftragen. Die Sachleistung des Pflegedienstes wird prozentual gewertet und der nicht verbrauchte Anteil dem Pflegebedürftigen als Geldleistung gezahlt. Wir erbringen die Hilfeleistungen und rechnen direkt mit der Pflegekasse ab.

Beispiele für Kombinationsleistung:

  • Ein Pflegebedürftiger der Pflegestufe 1 nimmt Sachleistungen im Wert von 255,- Euro in Anspruch. Der ihm zustehende Höchstbetrag beläuft sich auf 420,- Euro, er hat somit die Sachleistung zu 61 v. H. (gerundet auf volle Prozent) ausgeschöpft. Vom Pflegegeld in Höhe von 215,- Euro stehen ihm noch 39 Prozent, also 83,85 Euro zu.
  • Ein Pflegebedürftiger der Pflegestufe 2 hat Sachleistungen in Höhe von 460,- Euro in Anspruch genommen, der Höchstbetrag beläuft sich auf 980,- Euro. Er hat somit 47 Prozent (gerundet auf volle Prozent) der Sachleistung in Anspruch genommen, so dass ihm vom Pflegegeld (420,- Euro) noch 53 Prozent, also 220,60 Euro zustehen.
  • Ein Pflegebedürftiger der Pflegestufe 3 hat Sachleistungen im Wert von 920,- Euro in Anspruch genommen, der Höchstbetrag beläuft sich auf 1.470,- Euro. Er hat somit 63 v. H. (gerundet auf volle Prozent) der Sachleistung in Anspruch genommen, so dass ihm vom Pflegegeld in Höhe von 675,- Euro noch 37 Prozent, also 249,75 Euro, zustehen.

Pflegehilfsmittel

Bei Bedarf haben Sie außerdem Anspruch auf Pflegehilfsmittel, wobei die Feststellung der Notwendigkeit der Pflegedienst übernimmt und die Pflegehilfsmittel in der Regel von den Pflegekassen bezahlt werden.

Leistungen der Sozialhilfe

Übersteigen die Kosten der Pflege die Zahlungen der Pflegeversicherung, haben Sie, wenn Sie über ein geringes Einkommen verfügen, Anspruch auf Sozialhilfe. Vermögenswerte werden dabei nur bedingt berücksichtigt. Stellen Sie beim Sozialamt einen Antrag.Bei Fragen zur Antragsstellung helfen wir Ihnen gern.

Beihilfe

Bei bestimmten Versicherten, wie beispielsweise bei Beamten übernimmt die Beihilfe einen Teil der Pflegekosten.

Bitte beachten Sie:

Solange keine Einstufung durch die Pflegeversicherung vorliegt, müssen Sie die Pflegeleistungen selbst zahlen.

Hier einige Beispiele aus dem Pflegealltag...

Diese Leistungen erfolgen auf ärztliche Verordnung und wurden von der Krankenkasse genehmigt:

  • Frau K. ist 74 Jahre alt und Diabetikerin. Da sie verwitwet ist lebt sie allein in ihrer Wohnung. Morgens und abends kommt eine Pflegefachkraft von Lebensbaum zu ihr, um ihr vor der Mahlzeit eine Insulinspritze zu verabreichen. Da Frau K schlecht sehen kann, nimmt sie gerne die Hilfe des Pflegedienstes in Anspruch. Bei Fragen, die ihren Gesundheitszustand oder ihre Zuckerdiät betreffen, wird sie von der Pflegefachkraft beraten. Der Blutzucker wird regelmäßig kontrolliert.
  • Der 34- jährige, allein stehende Herr M. hat sich bei einem Verkehrsunfall eine Wunde am Bein zugezogen, die sehr schlecht heilt. Da er immobil ist, wird die Wundtherapie in Absprache mit dem Hausarzt zu Hause von Lebensbaum durchgeführt.

Die Kosten für diesen Einsatz bezahlt die Pflegeversicherung:

  • Frau B., 77 Jahre alt, ist noch bei ausreichender Gesundheit Sie betreut schon seit vielen Jahren ihre schwerbehinderte Tochter. Mit zunehmendem Alter wurde die Pflege für Frau B. immer schwerer. Sie wandte sich an Lebensbaum, der nun schon seit einiger Zeit zweimal täglich kommt und sie bei der Pflege der Tochter unterstützt. Lebensbaum führt die Körperpflege durch, sorgt für Bewegung und hilft der Mutter bei der Lagerung der bettlägrigen Tochter. Die Pflegefachkräfte sind in Kontakt mit dem Hausarzt, der seine beiden Patientinnen, die pflegende Mutter und ihre hilfebedürftige Tochter, jede Woche einmal besucht.
  • Herr W., 90 Jahre alt, kann nach einem Sturz mit Beckenbruch nur noch mühsam mit Hilfe von Gehstöcken in seiner Wohnung laufen. Er bat Lebensbaum um Hilfe. Nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt verordnete dieser für Herrn W. einen bequemen "Gehwagen" und einen "Badewannenlifter". Nun fühlt sich Herr W. beim Laufen wieder sicherer und kann trotz seiner Behinderung täglich duschen und wöchentlich ein Vollbad nehmen. Die Pflegefachkräfte von Lebensbaum helfen täglich bei der Körperpflege. Da Herr W. nicht mehr alleine kochen konnte, bestellte er sich auf Anraten der Pflegefachkraft den Menü-Service. Ein Nachbar erklärte sich bereit, regelmäßig abends nach Herrn W. zu schauen und seine Einkäufe zu erledigen.